Agile Softwareentwicklung und Visual Studio Team Services

01.08.2018 13:56
von Clemens Reimann
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Seit im Jahr 2001 das agile Manifest veröffentlicht wurde, haben sich bei vielen Softwareentwicklungsteams agile Prozesse etabliert.

Bei einem Treffen von Vertretern verschiedener Softwareentwicklungsmethoden wie Extreme Programming, Scrum, Feature-Driven-Development und anderer Prozesse und Methoden im Jahr 2001, versuchte man eine gemeinsame Basis zu finden. Hieraus entstand das Manifesto for Agile Development. Es definiert vier Werte, die für die Softwareentwicklung als wichtig angesehen werden:

  • Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
  • Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Zu den Unterzeichnern gehören u. a. Kent Beck, Erfinder des Extreme Programming, die Erfinder des Scrum-Frameworks Jeff Sutherland und Ken Schwaber sowie die bekannten Buchautoren und Softwareentwickler Martin Fowler, Andrew Hunt und David Thomas.

Diese Werte spiegeln sich in den meisten Softwareentwicklungsprozessen wieder, indem möglichst früh Ergebnisse erzielt werden sollen, diese dem Kunden regelmäßig präsentiert werden und schnell auf Änderungen und Kundenwünsche reagiert werden kann. Zu den bekannten agilen Prozessen und Methoden zählen u. a.:

  • Scrum
  • Kanban
  • Extreme Programming
  • Test Driven Development

Mit der agilen Softwareentwicklung hat sich auch eine Vielzahl von Tools zu seiner Unterstützung verbreitet. Einige bekannte Tools sind u. a.:

  • Microsoft Planner
  • Visual Studio Team Services
  • JIRA
  • Trello
  • Axosoft
  • Monday

Für Entwicklerteams, die bereits Visual Studio verwenden und ein Tool für ein agiles Vorgehen benötigen, kann Visual Studio Team Services (VSTS) eine geeignete Möglichkeit sein. Für Visual Studio Abonnenten ist die Nutzung in Teams beliebiger Größe kostenlos. Die Unterstützung eines agilen Prozesses ist hierbei nur ein kleiner Teil neben der umfangreichen Sammlung an Entwicklungswerkzeugen z. B. für die Versionskontrolle mit Unterstützung für Git, für Continuous Integration and Development, Test Management und vieles mehr. Standardmäßig werden drei Prozesse unterstützt: Agile, Scrum und CMMI.


Die Prozesse werden dabei mittels Work Items unterschiedlicher Typen organisiert. Für den Prozess Agile sind beispielsweise die folgenden Typen definiert: Bug, Epic, Feature, Issue, Task, Test Case, Test Plan, Test Suite und User Story.


Die unterschiedlichen Prozesse und Work Items lassen sich flexibel anpassen. So können Sie eigene Prozesse definieren und eigene Typen von Work Items anlegen. Im Product Backlog sieht man die Work Items in einer hierarchischen Ansicht. Diese kann auch auf die Work Items einer bestimmten Iteration eingeschränkt sowie nach eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Es lassen sich weitere Felder einblenden oder eigene Queries erstellen.


In einem Board können Sie die als Karten dargestellten und nach Status aufgeteilten Work Items per Drag & Drop verschieben.


Neue Work Items lassen sich sowohl im Board als auch im Backlog anlegen. Den Work Items können auch weitere Felder nach eigenen Bedürfnissen hinzugefügt werden.


In Visual Studio können die Work Items angezeigt, gefiltert und beim Einchecken von Änderungen mit dem Vorgang verknüpft werden.


Für Abonnenten von Visual Studio bieten die agilen Prozesse von Visual Studio Team Services eine geeignete Möglichkeit ein agiles Vorgehen mit einem Tool zu unterstützen, ohne dass es weitere Kosten verursacht und wer bereits mit Work Items arbeitet, für den ist die Umstellung auf einen solchen Prozess minimal.

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