Qual der Wahl – Proprietär oder offen? Die richtige Projektmanagement-Tool-Variante mit Power Platform

Veröffentlicht am 28.04.2022 | Lesezeit 6 Min.

Der Erfolg des Projekt- und Portfoliomanagements hängt wesentlich von seiner Anwendbarkeit mit dem richtigen IT-Werkzeug ab.

Prozesse und Standards sollten abbildbar sein, die Planung des Portfolios, der Projekte und natürlich auch der Ressourcen, sowie diverse weitere Anwendungsbereiche sollten in ihrer Komplexität mit Tools planbar und steuerbar sein. Nun gibt es Werkzeug-seitig seit langem die Auswahl zwischen fertigen Tools, wie z.B. Clarity, Planisware, Primavera etc. und offeneren Tools wie z.B. Project und SharePoint.

Abbildung-1-Historische-Betrachtung-der-Tool-Entwicklung-fuer-Projekt-und-Portfoliomanagement

Seit einiger Zeit stellt Microsoft mit der sogenannten Power Platform eine weitere Option für die Entwicklung von individuellen Projekt- und Portfoliomanagement-Tools bereit. So können auf Basis von „No-Code“ oder teilweise auch „Low-Code“ anspruchsvolle Lösungen entwickelt werden. Und mit der Power Platform können z.B. sehr rudimentäre Werkzeuge wie Project for the web oder Planner beliebig erweitert werden.

Mit der Power Platform stehen im Thema der richtigen IT-Werkzeug-Wahl für das Projekt- und Portfoliomanagement nun 4 Varianten zur Auswahl:

  • Variante 1 – Fertige proprietäre Lösung von einem Hersteller auf Basis dessen eigener Technologie-Plattform mit monatlichen Lizenzkosten
  • Variante 2 – Fertige proprietäre und gekapselte Lösung auf Basis der Power Platform mit monatlichen Lizenzkosten
  • Variante 3 – Völlige individuelle Neuentwicklung mit der Power Platform
  • Variante 4 – SOLVIN PPM Integration Center als Good Practice mit der Power Platform ohne Bindung an Lösungsentwickler oder beratendes Unternehmen

In diesem Artikel wird der Schwerpunkt auf Microsoft PPM und vor allem die Power Platform gesetzt. Und hier sollten die beiden Varianten Proprietäre und Offene Lösung genauer erläutert werden:

Abbildung-2-Einfache-Abgrenzung-zwischen-proprietaeren-und-offenen-Loesungen-fuer-Projekt-und-Portfoliomanagement
Abbildung-2-Einfache-Abgrenzung-zwischen-proprietaeren-und-offenen-Loesungen-fuer-Projekt-und-Portfoliomanagement

 

Grundsätzlich stellt sich die Frage der Ausgangs- und Anforderungslage einer Projektorganisation: Wie steht es um den Reifegrad der Organisation, geht es um Projektmanagement oder Portfoliomanagement, Ressourcenmanagement etc.? Und wo ist der Leidensdruck am stärksten, wo können am ehesten Mehrwerte geschaffen werden? Geklärt werden sollte auch, wie die Organisation am besten im laufenden Projektgeschäft abgeholt werden kann.

Übergreifend gilt:

  • Die Einführung eines Tools für Projekt- und Portfoliomanagement ist ein „Projekt“ und verlangt entsprechende Berücksichtigung in der Realisierung.
  • In der Konzeptions- und Realisierungsphase ist nicht sicher, wie das Tool auf Anwenderseite angenommen wird.
  • Wir arbeiten in einem sehr dynamischen Umfeld und es ist nicht klar, ob sich die Anforderungen an ein Tool im nächsten Jahr nicht erweitern, sondern sich vielleicht sogar verändern.
  • Zu viele Funktionen können Anwender überfordern und gefährden die Akzeptanz.
Abbildung-3-Featuritis-Kurve-unter-dem-Aspekt-weniger-Features-koennen-sinnvoller-sein
Abbildung-3-Featuritis-Kurve-unter-dem-Aspekt-weniger-Features-koennen-sinnvoller-sein

 

Die Microsoft Power Platform ist durch den Low-Code/No-Code-Ansatz eine flexible Plattform, die offen für Veränderungen ist, für die am Markt umfassendes Know-how verfügbar ist und mit welcher am einfachsten sich ändernde Anforderungen in einem dynamischen Umfeld berücksichtigt werden können.

Wie oben in der Variante 2 angesprochen, gibt es durchaus einen Trend am Markt, auf Basis der Power Platform proprietäre Lösungen zu entwickeln. Damit steht ein oft auch Release-fähiges Tool bereit, welches sich erweitern lässt. Der Kern ist jedoch gekapselt und verursacht im Einsatz neben den normalen Microsoft-Lizenzkosten weitere Lizenzaufwände. Es ist also ein schneller Start mit dem Tool möglich, der Flexibilität sind jedoch Grenzen gesetzt. Es kann zwar die Lösung angepasst werden, sie gehört jedoch nicht dem Unternehmen, kann nicht unbegrenzt erweitert werden und verursacht laufende Lizenzkosten. Dies geht möglicherweise konträr zur Philosophie von Microsoft eine offene Plattform mit einer optimalen Flexibilität für Unternehmen und deren Anforderungen bereitzustellen.

Abbildung-4-Versuch-einer-fachlichen-Sicht-auf-den-proprietaeren-und-offenen-Loesungsansatz
Abbildung-4-Versuch-einer-fachlichen-Sicht-auf-den-proprietaeren-und-offenen-Loesungsansatz

 

Statt nun alternativ für das Projekt- und/oder Portfoliomanagement auf Basis der Power Platform eine von Grund auf neue Lösung zu entwickeln, bietet SOLVIN einen alternativen Ansatz. Auf Basis eines langjährigen Good-Practice wird eine umfassende Power Platform-Lösung angeboten. Diese umfasst alle relevanten Basiskomponenten, ist zu 100% pur Power Platform, ist zu 100% frei anpassbar. Der einzige kleine Haken, die Lösung wird auch lizenziert angeboten, jedoch ganz klassisch nur einmal und ist bereits nach wenigen Monaten im Vergleich zu laufenden Lizenzkosten amortisiert.

Abbildung-5-Versuch-einer-Abgrenzung-der-verschiedenen-Loesungsvarianten
Abbildung-5-Versuch-einer-Abgrenzung-der-verschiedenen-Loesungsvarianten

 

Nun geht SOLVIN mit dem SOLVIN PPM Integration Center auf Basis der Power Platform noch einen Schritt weiter. Ganz bewusst wird auf eine umfängliche Abbildung aller Projektmanagement-Kompetenzen verzichtet. Warum einen Monolithen für Projekt- und Portfoliomanagement schaffen, wenn es doch für verschiedenste Projekttypen und Anforderungsbereiche wie IT, Produktion, Entwicklung etc. verschiedenste Herausforderungen und teilweise auch bewährte Tools gibt. Ist es nicht vielleicht sinnvoller einen integrativen Ansatz zu wählen? Mit der Power Platform bieten sich vielfältige Möglichkeiten, bereits vorhandene Werkzeuge zu integrieren und unter Zulassen von individuellen Arbeitsweisen ein großes Ganzes zu schaffen.

Die Power Platform ist einfach eine perfekte Basis für die offene und vor allem dynamische Anwendung von Projekt- und Portfoliomanagement, integrativ und in beliebiger Ausprägung. Eine proprietäre Lösung auf Basis der Power Platform kann also durchaus als Widerspruch gesehen werden. Bleiben wir flexibel, nutzen wir in einer dynamischen Zeit die beste und offenste Plattform für die erfolgreiche Anwendung individueller Projekt- und Portfoliomanagement-Anforderungen:

  • Arbeit in einem dynamischen Umfeld verlangt laufende Veränderung und Flexibilität
  • Je fester der Kern einer Lösung, desto höher der Aufwand für Veränderung
  • Mehr Nähe zum Standard, in diesem Fall der Microsoft Power Platform, schafft Unabhängigkeit
  • Je schlanker das System, desto mehr Raum für Kreativität, Leidenschaft und Motivation für ein erfolgreiches Projektmanagement

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