Microsoft Project Server 2019 - Ein Blick hinter die Kulissen

03.09.2018 14:15
von Christoph Mülder
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In unserem Blogartikel "Ab jetzt verfügbar: Microsoft Project Server 2019 Preview" haben wir bereits auf die noch in diesem Jahr erwartete neue Version Project Server 2019 hingewiesen.

Heute wollen wir einen näheren Blick auf die Änderungen werfen, die aktuell angekündigt und voraussichtlich zu erwarten sind:

Zeitphasenbasierte Berichtsdaten
Project Server speichert in seiner Datenbank für Berichtszwecke Daten in der Zeitphase. Das bedeutet, wenn ein Vorgang mit drei Tagen Dauer und 15 Stunden Arbeit geplant ist, findet sich in einer Datenbanktabelle für jeden dieser drei Tage ein Datensatz, der die Arbeit der Ressource (vermutlich gleichverteilt jeweils 5 Stunden) repräsentiert.

Wenn für einen Bericht etwa Daten pro Monat dargestellt werden sollen, werden diese Daten im Bericht aggregiert. Die Speicherung der Daten pro Tag bietet eine hohe Flexibilität, hat aber gleichzeitig den Nachteil großer Datenmengen. Das bemerkt der Anwender z. B., wenn er einen Projektplan veröffentlicht, der mehrere Jahre und viele Vorgänge umfasst. Dieser Schritt dauert dann entsprechend lange.

In Project Online hat Microsoft in der Vergangenheit gemerkt, dass es sehr viel Rechenzeit benötigt - und nicht alle Anwender diese Daten in der Detaillierung brauchen.

Daher wurde in Project Online und jetzt auch in der Version Project Server 2019 die Möglichkeit hinzugefügt, diesen Detaillierungsgrad zu konfigurieren und Daten etwa nur pro Woche, pro Monat oder pro Quartal zu speichern. Standardmäßig werden die Daten gar nicht mehr generiert. Wenn eine Änderung der Konfiguration vorgenommen wird, müssen die Projektpläne neu veröffentlicht werden.

Projektnummern
Project Server kann fortlaufende Nummern für Projekte nach einem definierbaren Schema erstellen. Dabei ist dieses Schema pro Enterprise Projekttyp (EPT) getrennt konfigurierbar.

Erweiterte Teamvorgänge
Teamvorgänge gibt es bereits seit längerem in Project Server. Der Projektleiter weist eine Aufgabe einem Team zu (z. B. "Team Projektmanagement"). Ohne bereits wissen zu müssen, wer diese Aufgabe später ausführen wird. Ein Teamleiter kann dann diese Aufgabe an jemanden delegieren. Oder eine Person aus dem Team die Aufgabe "an sich ziehen". Das Problem dabei war allerdings, dass es sich dabei um eine 1:1 Ersetzung handelte. Es kann also nur eine Person die Aufgabe übertragen werden. In Project Server 2019 kann man konfigurieren, dass mehrere Personen an einer Teamaufgabe arbeiten dürfen.

Wenn eine Ressource dann einen Terminvorgang auswählt, wird eine neue Zuordnung erzeugt und nicht die vorhandene ersetzt. Es können sich also mehrere Personen an einem Teamvorgang beteiligen.

Anzahl benutzerdefinierter Felder
Die offizielle Aussage in der Ankündigung von Microsoft lautet "Increasing custom field limits for reporting". Es gibt also mehr benutzerdefinierte Felder. Offiziell war die Zahl benutzerdefinierter Felder in Project Server bisher unbegrenzt. Technisch allerdings kam Project Server durch Begrenzungen in der SQL Server Datenbank an Grenzen. Künftig können jeweils maximal 450 Textfelder und Nachschlagetabellen auf Projektebene und insgesamt bis zu 450 Kosten-, Datum-, Dauer-, Zahl- und Attributfelder erzeugt werden. Für Vorgänge und Ressourcen gemeinsam gelten die gleichen Grenzen.

Hier gilt allerdings auch, dass jedes zusätzliche benutzerdefinierte Feld die Performance des Systems negativ beeinflusst. Weniger ist also weiterhin mehr.

E-Mail Benachrichtigungen
Administratoren sollen neue Möglichkeiten bekommen, E-Mail Benachrichtigungen zu beeinflussen. Leider konnten wir im aktuellen Versionsstand noch nicht ermitteln, was sich hinter diesem Feature verbirgt. An der Oberfläche stellt sich die entsprechende Konfiguration im Vergleich zu Project Server 2016 unverändert dar. Hier ist also wohl in der nächsten Vorabversion noch mit einer Änderung zu rechnen.

Zeitachse
In der PWA können jetzt mehrere Zeitachsen dargestellt werden. Außerdem können unterschiedliche Zeitspannen in der Zeitachse dargestellt werden.

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